Es wurden letztlich 49 Stunden, um in 5 Ländern 8 Parks zu besuchen, in denen insgesamt 31 Achterbahnen gefahren wurden. Themenpark.de gehörte zu den 22 Teilnehmern aus ganz Europa.

5 Länder, 8 Parks, 30 Achterbahnen und das alles in 48 Stunden. Das war das Ziel von 22 glücklichen Achterbahnfans, die aus ganz Europa sich auf dem Weg gemacht haben. Dass es am Ende eine Stunde und eine Achterbahn mehr wurden, hat dem Spaß der Teilnehmer keinen Abbruch getan. Aber der Reihe nach.

Six Flags Holland
Pünktlich um 8 Uhr morgens erfolgte der Startschuss im holländischen Six Flags Park. Von Böllerschüssen begleitet liefen die Teilnehmer in den Park, um mit „Superman -The Ride“ die erste Achterbahn zu erstürmen. Der bei dieser Fahrt gebotene Abschuss von 0 auf ca. 90 km/h innerhalb von 3 Sekunden sorgte dafür, dass nun kein Teilnehmer mehr müde war. Weiter ging es im Eilschritt zu „La Via Volta“, dem ersten von insgesamt 5 Boomerangs.
Bei diesem Typ Achterbahn werden die Fahrgäste zunächst rückwärts aus der Stadion auf bis zu 38 Meter Höhe gezogen. Nun klinkt der Zug aus, durchfährt die Station mit fast 80 km/h sowie 3 Überkopfelemente, ehe es wieder eine Schräge hinaufgeht. Hier angekommen wird der Zug zunächst wieder auf bis zu 38 Meter Höhe gezogen, bevor nun die gesamte Strecke nochmals rückwärts durchfahren wird.
Weiterhin wurden in Six Flags Holland noch die Familienachterbahn „Road Runner Express“, die Wilde Maus „Flying Dutchman“, die Holzachterbahn „Robin Hood“ und der Suspended Looping Coaster (SLC) „El Condor“ ins Visier genommen. Den Abschluss bildete der Megacoaster „Goliath“, der von den Teilnehmern als beste Bahn des Parks bezeichnet wurde. Mit einer Verspätung von 10 Minuten ging es nun mit einer Polizei-Eskorte in Richtung Autobahn. Ziel dieser Fahrt: Warner Bros. Movie World Germany in Bottop-Kirchhellen.

Warner Bros. Movie World Germany
Der erste Movie- und Entertainment-Park Europas wurde mit einer satten Verspätung erreicht. Vom Busfahrer wurde die falsche Autobahnausfahrt genommen und ein kleiner Ausflug in die Nachbarstadt Gladbeck sorgte für noch mehr Zeitdruck unter den Teilnehmern. Mit der Familienachterbahn „Coyote’s and Roadrunner’s Rollercoaster“ wartete bereits die erste Prüfung als kleine Aufwärmung auf die Teilnehmer. Direkt nebenan gelegen ging es weiter mit der Wilden Maus „Tom & Jerry’s mouse in the house“. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es unter Anfeuerung von Besuchern und Parkbediensteten zur Holzachterbahn „Wild Wild West“, auf die dann umgehend der SLC „Eraser“ folgte. Von der fünften Achterbahn „Leathal Weapon Pursuit“ aus ging es wieder zurück zum Bus, der sich nunmehr auf den Weg in das bei Brüssel gelegene Wavre machte.

Six Flags Belgien
Mit einer inzwischen deutlichen Verspätung hielt man in dem Park Six Flags Belgien Einzug. Auch in diesem Park erwartete die Teilnehmer ein Boomerang mit Namen „Cobra“. Um möglichst viel Zeit aufzuholen, ging es nun auch direkt weiter zu dem Shuttle-Loop „Turbine“.
In dieser Achterbahn werden die Fahrgäste in wenigen Augenblicken auf 85 km/h beschleunigt. Anschließend durchfährt man einen Looping und fährt aus der umgebenden Halle schräg nach oben hinaus, wo die Schiene endet. Nach einem Augenblick des Stillstandes nimmt der Zug nun Anlauf, um wieder in die Halle zu tauchen und den Looping diesmal rückwärts zu durchfahren. Im Gegensatz zu vielen Loopingbahnen war dies der einzige Coaster, in dem die Fahrgäste nur mit einem Schoßbügel, den so genannten Lapbars, gesichert sind.
Nach dieser atemberaubenden Fahrt, die sogar den mitreisenden, ängstlichen Radio-Reportern ein Grinsen aufsetzte, ging es nun weiter zu der Minenbahn „Calamity Mine“. Auf diese eher gemütliche Fahrt folgten noch die Holzachterbahn „Loup Garou“ und der nunmehr dritte SLC „Vampire“. Die Teilnehmer verabschiedeten sich noch schnell und schon ging es weiter in Richtung Atlantik-Küste.

Bellewaerde Park
Nachdem in den letzten beiden Parks die Unterstützung durch die Parkgäste gewiss war, empfing in dem inzwischen besucherleeren Bellewaerde Park ein Bläser-Trio und das Parkmaskottchen die Teilnehmer zur frühen Abendstunde. Mit der familienfreundlichen Marienkäferbahn „Keverbaan“ und einer weiteren Ausführung des Typs Boomerang mit selbigen Namen folgten die Bahnen 18 und 19. Wieder im Bus angekommen ging es nun Los mit dem Fahrtziel Frankreich.

Walibi Lorreine
Erster von drei französischen Parks sollte Walibi Lorreine sein. An Schlaf konnte bei recht frischen Temperaturen noch kein Teilnehmer denken, denn die sehr rustikale Fahrt der Holzachterbahn „Anaconda“ rüttelte die Fahrgäste so richtig wach. Entspannter ging es da schon in der Loopingbahn „Comet Space“ zu und um 2 Uhr in der Nacht war das Ende des ersten Tages erreicht. Einige wenig Stunden Schlaf konnten sich die Teilnehmer nun auf dem Weg zum zweiten französischen Park gönnen.

Walibi Rhone-Alpes
Mit einer rund zweistündigen Verspätung traf der Bus in den Morgenstunden in Walibi Rhone-Alpes ein. Der Tag begann mit der Familienachterbahn „Coccinelle des Andes“ und dem „Boomerang“. Wenige Augenblicke später ging es auch schon wieder weiter in den Bus, um vielleicht doch noch etwas Zeit aufzuholen.

Walibi Aquitaine
Pünktlich zum abendlichen Parkschluss erreichte die Gruppe den mittlerweile siebten Park. Zur Überraschung aller ging es zuerst zu der Wilden Maus „Zig Zag“, die eigentlich in der Tour gar nicht vorgesehen war. Somit stieg die Anzahl der Achterbahnen auf insgesamt 31. Im Anschluss ging es zum fünften und letzten „Boomerang“, ehe der Park mit der Familienbahn „Coccinelle“ verlassen wurde.

Nach dem Verteilen auf zwei Bussen mit Liegeflächen ging es nun zur Nachtfahrt durch die Pyrenäen – die letzte Chance, um den zeitlichen Rückstand aufzuholen. Und die nunmehr französischen Busfahrer machten ernst. Von vielen Teilnehmern als „32. Achterbahn“ bezeichnet, unterstrichen die Fahrer ihre Lenkkünste. „Keine der bisherigen Achterbahnen konnte mich fertig machen, aber die französischen Busfahrer sind schlimmer als jede Achterbahn.“ könnte man es von einigen Teilnehmern hören. Was auf deutschen Straßen mit absoluter Sicherheit den Führerschein gekostet hätte, scheint jedoch in Frankreich normal zu sein.

Warner Bros. Movie World Madrid
Der Rückstand konnte leider nicht aufgeholt werden. Mit einer letztlich einstündigen Verspätung endete die Rollercoaster Challenge mit dem über 50 Meter hohen Giant Inverted Boomerang „Stunt Fall„. Im Gegensatz zu den fünf Boomerang-Bahnen zuvor ist diese Bahn um etliche Meter höher und die Auffahrten erfolgen nicht schräg sondern senkrecht. Zuvor begann der Besuch in Madrid mit der Famlienachterbahn „Tom y Jerry“ und der Holzachterbahn „Wild Wild West“. Der Inverted Coaster „Batman la Fuga“ und Floorless Coaster „Superman – La Atracción de Acero“ – beide aus der schweizer Edelachterbahnschmiede B&M – lassen die Herzen von Europas Achterbahn-Fans höher schlagen.

Die Teilnehmer haben ihr Möglichstes gegeben und ohne die „Stadtrundfahrten“ der Busfahrer (die französischen Busfahrer wollten den holländischen Busfahrern in Nichts nachstehen) und ohne die Allüren eines holländischen Kamerateams hätte dem Zeitplan tatsächlich nichts im Wege gestanden. Auch wenn es letztlich 49 statt 48 Stunden wurden – gefeiert wurde trotzdem.

Danksagungen
Themenpark.de bedankt sich für die Möglichkeit zur Teilnahme an dieser Challenge.
Einen weiteren Bericht mit vielen weiteren tollen Fotos findet man auf den Seiten des Online-Magazins „Coastersandmore.de„.

TV-Tip
VOX am 17. Juli 2004, 22:15 Uhr
Wiederholung: 18. Juli 2004, 10:25 Uhr

ANZEIGE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here