Freizeitpark

Freizeitpark

Bereits im vergangenen Jahrhundert entstand in der Bundesrepublik mit der Altweibermühle in Tripsdrill der mittlerweile älteste Freizeitpark Deutschlands. Er war rund um eine Ausflugsgastronomie angesiedelt und besteht durch seinen zügigen Ausbau auch heute noch.

Die Geschichte der Freizeitparks in Deutschland beginnt mit den Zeiten des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg. Ausflugrestaurants, die durch zusätzliche Attraktionen rund um ihre Gaststätten Besucher anlocken wollten, entstanden in den Nachkriegsjahren. Die meisten Anlagen waren damals Märchenparks. In der Regel konnten derartige Märchengärten maximal 100.000 Besucher pro Jahr auf die Beine bringen.

Als aber die Idee der Präsentation der afrikanischen und aiatischen Tierwelt in großen Freigehegen nach dem Safariprinzip aufkam, wurden Freizeitparks als Safariparks populär. Diese Anlagen konnten durch ihren hautnahen oder besser “autonahen” Tierkontakt vom Start weg Millionen Besucher mobilisieren.

Nach der Blütezeit der Safariparks entstanden das Phantasialand in Brühl und der Holiday-Park in Haßloch, die durch eine Mischung zwischen Freizeit-Themenstädten, Shows und Varietés, in eine Thematik eingegliederte Fahrgeschäfte und Gastronomie sowie Spieleinrichtungen alle Attraktionen für einen Ausflugstag auf einem begrenzten und überschaubaren Gelände anboten.

Für diese Betriebsart wurde der Begriff “Themenpark” aus den USA übernommen. Als Themenparks werden nach der Disney’schen Philosophie (Disneyland) diejenigen Freizeit- und Erlebnisparks verstanden, die ihre Attraktionen und die anderen Nebeneinrichtungen (Gastronomie, Gebäude, etc.) in einer bestimmten Gestaltungsform (Thema) aufbereiten und diese Gestaltung auch konsequent in einem räumlich abgegrenzten Bereich umsetzen. Das Ziel dieser “Thematisierung” besteht in der Schaffung von Mikrowelten, die durch ihre Geschlossenheit und durch ihre detaillierte Gestaltung einen positiven emotionalen Effekt beim Besucher auslösen.